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Ersetzte Verschlusshülsen beim Karabiner 31 (Erstellt: 20.12.2018, Geändert: 11.01.2024)

Ein erweiterter Bericht zu Mängeln am Karabiner 31 befindet sich hier, inkl. Quellenangabe im Bundesarchiv: Mängel am Karabiner 31, Verschlusshülsen, Spannriegel, Bajonett.

In der Zeit während des zweiten Weltkriegs war in der Schweiz sehr vieles ungewiss. Niemand wusste, ob Nazi-Deutschland die Schweiz angreifen würde und niemand wusste, wie lange der Krieg rundherum noch dauern würde.
Die Schweiz benötigte Waffen, hatte aber nur beschränkte Rohstoffe. So wurden bei verschiedenen Waffen Versuche mit anderen, besser verfügbaren Materialen unternommen.

Normalerweise wurden die Verschlussteile des Karabiner 31 aus Chromnickel-Stahl (Markierung CN) hergestellt und vollständig gehärtet. Doch in den Kriegsjahren 1943, 1944 und 1945 wurden diese Teile infolge Materialmangels teilweise aus Chrommolybdän-Stahl (Markierung Mo) produziert und aus Materialgründen nur ungenügend gehärtet. Infolge Verwechslungen wurden auch Verschlusshülsen aus CN-Stahl ungenügend gehärtet! Bei der Verschlusshülse (Teilenummer T-K31-42), welche mit den Verriegelungswarzen den Verschluss verriegelt, hat sich die ungenügende Härtung als zu wenig stabil erwiesen und es traten Haarrisse an den Verriegelungswarzen auf. Zum Teil sind gar Verriegelungswarzen abgebrochen.

Nun hat die Schweizer Armee das Problem mit ungenügend gehärteten Verschlusshülsen im Nummernbereich zwischen 750000 und 850000 (Anm. des Autors: vermutlich bis 860000) erkannt und begann, diese bei Inspektionen oder in den Wiederholungskursen auszuwechseln. Dazu wurden unnumerierte Verschlusshülsen verwendet. Da diese Hülsen bereits in der Fabrik gehärtet wurden, konnte keine Nummer mehr eingeschlagen werden. So wurden diese beim Ersetzen mit einem Elektroschreiber analog der Waffennummer nummeriert.

Karabiner 31 aus den Kriegsjahren (v.a. 1943 und 1944, aber teilweise auch 1945, Nummernbereich 750000 bis 850000 (Anm. des Autors: vermutlich bis 860000)) sind also durchwegs original, wenn sie eine mittels Elektroschreiber nummerierte Verschlusshülse aufweisen. Waffen, welche noch die ursprünglich nummerierte Chrommolybdän-Verschlusshülse (MO) eingebaut haben, sind aus Sicht eines Sammlers natürlich sehr interessant. Beim Schiessen müssen die Warzen öfter kontrolliert werden oder man wechselt die Hülse zum Schiessen gegen eine CN-Ersatz-Hülse im Nummernbereich vor 750000 oder nach 850000 (note by the author: probably 860000) aus.

Verschlussmuttern (Teilenummer T-K31-37) und andere Waffenteile des K31 (z.B. Systemgehäuse) aus Mo-Stahl sind absolut unproblematisch, da diese beim Schuss keinen grossen Belastungen ausgesetzt sind.

Zur Sicherheit: allgemein sollten alle Waffen, die geschossen werden, regelmässig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Karabiner 31 im Nummernbereich 750000 bis 850000 (Anm. des Autors: vermutlich bis 860000) mit originaler Verschlusshülse sollten dabei in kürzeren Intervallen untersucht werden.

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Karabiner 31, Waffennummer 814530, hergestellt 1944, Verschlusshülse ersetzt und mittels Elektroschreiber markiertKarabiner 31, Verschlusshülse aus Chrommolybdän-Stahl (Mo)Karabiner 31, Verschlussmutter aus Chrommolybdän-Stahl (Mo)Karabiner 31, Verschlusshülse aus Chromnickel-Stahl (CN)Karabiner 31, Verschlussmutter aus Chromnickel-Stahl (CN)
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Karabiner 31, Verschlusshülse aus Chrommolybdän-Stahl (Mo)Karabiner 31, Waffennummer 785759, Verschlusshülse aus Chromnickel-Stahl (CN), Verschlusswarze abgerissenKarabiner 31, Waffennummer 785759, Verschlusshülse aus Chromnickel-Stahl (CN), Verschlusswarze abgerissenKarabiner 31, Waffennummer 785759, Verschlusshülse aus Chromnickel-Stahl (CN), Verschlusswarze abgerissenKarabiner 31, Waffennummer 785759, Verschlusshülse aus Chromnickel-Stahl (CN), Verschlusswarze abgerissen

 
 
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