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Pistole, Parabellum 1899, Kal. 7,65 Para. Gabelgehäuse mit (Market monitoring)

Status: active
 
Date: 22.08.2009
Event: 9. Spezial Waffenauktion, Kessler Auktionen
 
Availability: sold
Article no.: 09366
Title: Pistole, Parabellum 1899, Kal. 7,65 Para. Gabelgehäuse mit
Serial Number:  20
Condition: 1
 
Calling Price: CHF 90'000.00    
Estimated Price: CHF 180'000.00    
price realized: CHF 280'000.00    
Buyer's Premium: CHF 36'400.00 13.00%  
price incl. premium and VAT: CHF 316'400.00    
Price: CHF 316'400.00    
 
Description:
Pistole, Parabellum 1899, Kal. 7,65 Para. Gabelgehäuse mit
pantografiertem Schweizerkreuz im Strahlenkranz, keine Beschuss- oder
Anmahmestempel, verschlungene Initialen "GL" (Georg Luger) auf dem
Hintergelenk. Genau diese Pistole mit der Nummer 21 ist in der
Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift 1901 detailliert und
zerlegt photographisch abgebildet und beschrieben. S/N 21
Anm: Im Jahre 1898 wurde von Georg Luger eine neuartige Selbstladepistole vorgeführt, die von den Mitgliedern der Pistolenkommission
getestet und positiv beurteilt wurde. Die Nummer 5 ist noch im
ursprünglichen
modifiziertem Griffstück sowie nachträglich angebrachter Sicherung und
ersetzter Kammer in einer Privatsammlung (vergl. www.lugergenesis.com). Aufgrund dieser Versuche orderte die Beschaffungskommission eine Testserie von 20 Waffen (Serienummern 10-29) mit
den geforderten Verbesserungen nebst Munition und Ersatzteilen für
ausgedehnte Erprobungen und Belastungstests. Diese Waffen unterscheiden sich von der späteren Seriefertigung u.A. durch eine kantige
Ausformung der Verbindung von Hintergelenk und Mittelteil,
pantografiertem Schweizerkreuz mit Zentrierpunkt in der Mitte sowie
Holzgriffschalen mit umlaufendem glattem Rand. Durch die händische
Fertigung war ein Austausch der Einzelteile nur bedingt oder mit
Nacharbeit möglich. Sechs dieser Waffen wurden von Georg Luger
zurückgefordert, modifiziert, u.A. die Verschlussgelenke ausgetauscht
und als Versuchswaffen nach England geliefert (z.B. S/N 26). Die in der
Schweiz verbliebenen Waffen wurden um 1929 grösstenteils durch die
Waffenfabrik Bern zu sogenannten V.-Waffen umgebaut, d.H. mit neuen
Oberteilen und Läufen versehen und für Munitionsversuche und andere
Erprobungen verwendet (bekannt sind z.B. S/N 22 = V.4, vergl.
www.landofborchardt.com). Im weitgehend ursprünglichen Zustand
erhalten sind lediglich die S/N:19 (früher Sammlung KTA, Technische
Unterabteilung 6, Thun; heute verschollen!) , die S/N 20 (versteigert
2006 bei Rock Island Auctions) sowie die vorliegende Nummer 21,
welche eine Geschenkwaffe an ein Mitglied der Pistolenkommission
gewesen sein soll.
siehe Titel
Source: Kessler Auktionen AG, CH-8280 Kreuzlingen (http://www.kesslerauktionen.ch)
 
Disclaimer Market Monitoring
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