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Oberstleutnant im 1. span. Schweizer-Rgt (Market monitoring)

Status: active
 
Date: 30.05.2020
Event: Ricardo AG, Ricardo AG
 
Availability: sold
Bids: 1
Article no.: 1109862584
Seller: Mattthias
Category: Sonstiges zu Militär Schweiz -> Militär: Schweiz -> Sammeln & Seltenes
Title: Oberstleutnant im 1. span. Schweizer-Rgt
URL: https://www.ricardo.ch/de/a/oberstleutnant-im-1.-span.-schweizer-rgt-1109862584/
 
Price: CHF 29.90    
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Description:
Oberstleutnant im 1. span. Schweizer-Rgt
Gefangennahme, Verwundung, Turmverlies, Galeerenstrafe !!
Franz Josef Stephan Voitel von Solothurn, 1773-1839, Oberstleutnant im ersten spanischen Schweizerregiment: Seine Lebensschicksale. Ein Beitrag zur Geschichte des genannten Regimentes, zusammengestellt von Johann Valentin Zschokke-Keller, Alt Schuldirektor. Erschienen 1929 im Selbstverlag des Verfassers. 387 Seiten Umfang mit zusätzlichen Bildtafeln.
Franz Josef Stephan Voitel (1773-1839) trat im Alter von knapp 16 Jahren freiwillig ins spanische Schweizerregiment Schwaller ein und nahm an den Kriegen Spaniens gegen Frankreich teil. 1795 wurde er als Unterlieutenant zu den Grenadieren versetzt, 1796 zum Oberlieutenant befördert und 1797 zum Hauptmann ersten Ranges. Nach einem Aufenthalt in der Schweiz ab 1802, der unter anderem der Beschäftigung mit Pestalozzis Lehrmethoden gewidmet war, kehrte er nach Spanien zurück und gründete in Tarragona eine Schule für Soldatenkinder, die aber auch von Kindern einheimischer Bürger besucht wurde. Zu den Schülern der Anstalt gehörte auch der jüngste Sohn des Königs Francisco de Paula de Borbón. Die Schule wurde Anfang 1808 geschlossen, nachdem die Franzosen nach Spanien eingerückt waren. Voitel schloss sich daraufhin wieder seinem Regiment in Tarragona an. Er kam zur Division des Generals von Cadalquet und wurde dessen erster Aide-de-camp. Beim Kampf von Molins del Rey wurde der General eingeschlossen und von Voitel befreit, der dabei aber verwundet und gefangen genommen wurde. Daher verbrachte er die Jahre 1808 bis 1810 in französischer Kriegsgefangenschaft in Barcelona, Dijon und Biel und wurde dann in seine Heimatstadt Solothurn verbannt. Voitel zog laut dem Historischen Lexikon der Schweiz vier Jahre später zurück nach Barcelona und trat wieder in sein Regiment, das mittlerweile den Namen "Regiment Wimpfen" trug, ein. Laut dem Nekrolog von einem F. F. v. S. kam er allerdings erst nach Mallorca und wurde Aide-de-camp beim General von Couppigni, ehe er 1819 wieder nach Barcelona versetzt wurde. Im Nekrolog wird berichtet, Voitel sei festgenommen und in ein Turmverlies geworfen worden, ohne zu wissen, was ihm überhaupt vorgeworfen wurde. Dort habe er 13 Monate verbracht und sei dann zu zehn Jahren und einem Tag Galeerendienst in Ceuta verurteilt worden, ohne dass ein ordnungsgemässes Verhör und Gerichtsurteil stattgefunden habe. Nach sechs Monaten und etlichen Interventionen z. B. bei der Königin Christine von Spanien wurde Voitel freigesprochen, verliess Spanien, zog wiederum nach Solothurn und lebte dort bis zu seinem Tod als Archivar und Platzkommandant.
Source: Ricardo AG (https://www.ricardo.ch)
 
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